„Es besteht kein begründeter Zweifel mehr, dass die Medien zu Selbstmorden beitragen. Eine unreflektierte Berichterstattung wird zwangsläufig zu weiteren Selbstmorden führen.” – Quelle
Wünschen wir uns, dass auch ein Niggemeier mal falsch liegen kann und wenigstens im Artikel “Über Enke und Werther” einer falschen Theorie aufgesessen ist und die Kritiker recht haben, dass es keinen Zusammenhang gibt.
Er berichtet dort aktuell über den mir vorher unbekannten Werther-Effekt, der besagt, dass Suizide, über die in den Medien ausführlich berichtet wird, eine signifikante Zahl von Nachahmungstaten auslösen…
1970er Kinder-Aufklärung zur Internetsperren Debatte
Die Sesamstraße ist nicht nur eine der erfolgreichsten Kinder-Fernsehserien die lehrreiche Bildungssketche mit Handpuppen aufarbeiten, sondern waren auch auf dem Gebiet der Internetzensur schon immer ziemlich visionär gewesen. So zum Beispiel um 1970 rum, als Schlemihl dem Ernie ein Stoppschild verkaufen möchte:
Merkt Ihr gewisse Ähnlichkeiten?
Nehmen wir mal an der Ernie wäre der deutsche Bundesbürger, das typische Stimmvieh, der schlichte und einfache kleine Mann und der Schlemihl wäre unsere Familienministerin, die liebe gute Dame die uns etwas ganz wichtiges und absolut wertvolles verkaufen möchte, was man für “tausend und eine Möglichkeit” verwenden kann und was für einen Spottpreis zu haben ist.
Es hilft uns in jeder Lebenslage, zum Beispiel wenn uns jemand kitzelt oder wenn uns jemand “zufällig auf den Fuß tritt und dass mit allen Nachdruck” so wie unsere Familienministerin momentan mit Nachdruck für Ihr Stoppschild wirbt.
Genau wie dieses Stop-Schild in der Sesamstraße ist eigentlich das Internet Stopp-Schild unserer Familienministerin.
Es wird als Wunderheilmittel für “tausend und eine Möglichkeiten” angepriesen, es ist die richtige und notwendige Waffe gegen die Kinderpornographie und kann nachträglich auch perfekt für viele andere Möglichkeiten angewendet werden, doch was tut der kleine voll kindlicher Naivität und Unbefangenheit geprägte Ernie? Er kauft es am Ende dem Schlemihl nicht ab!
Und genauso sollte jetzt auch jeder Bürger das Stopp-Schild von Familienministerin Ursula von der Layen ablehnen!
Menschen die sich nicht mit dem Thema auskennen sind halt wie unser allseitsgeliebter Ernie. Naiv und Unbefangen. Wir glauben unserer Regierung, denn Sie will ja das Richtige für uns und unsere Mitmenschen aber es gibt halt auch in unserem wunderbaren Land Politiker wie Schlemihl! Nicht alles was im ersten Moment als wertvoll und einmalig und dazu noch “spottbillig” angeboten wird ist auch immer notwendig und sinnvoll!
Wir brauchen kein Stopp-Schild im Internet!
Wir brauchen mehr Netzpolitik und Partizipation!
Wir brauchen mehr Ernies in der Bevölkerung und einfache Aufklärung wie die Sesamstraße!
Also stoppt das Stopp-Schild und unterschreibt die ePetition: GENAAAUUUU
Der ca. 10 minütige Auftritt um die Proteste, die Hintergründe und die einfach als sachlich und richtig präsentierten Lügen werden sehr informativ aufgedeckt und bringen die Kritik an den Netz-Zensur-Plänen der Bundesregierung gut auf den Punkt.
Mit symbolträchtigen Stoppschildern möchte die Bundesregierung Kinderpornografie im Internet bekämpfen. Gegen den Gesetzentwurf wird heftig protestiert – sogar von Missbrauchsopfern.
Gesetzesentwurf für Internet-Sperre am 22. April 2009 beschlossen
Sie haben diesen Link in einem Forum angeklickt?
In einer Email, bei Twitter oder im Chat?
Sie haben GLÜCK gehabt!
Denn diese Seite soll nur darauf hinweisen, was in ungefähr sechs Monaten möglich wäre, wenn sie auf einen fremden Link klicken, von dem Sie nicht abschätzen können, welcher Inhalt sich dahinter verbirgt.
Der Gesetzesentwurf zur “Zugangserschwernis” für kinderpornografische Webseiten des Familienministeriums unter Führung von Frau von der Leyen sieht nämlich vor, dass alle großen Internetprovider die vom Staat sogenannten Stopp-Seiten selbst betreiben, sowie die Daten der darauf zugreifenden Personen über Ihre IP-Adressen erheben dürfen und auf Anforderung an Strafverfolger weitergeben.
Aus den Augen, aus dem Sinn
Doch nur weil die Seite dem Besucher nicht mehr angezeigt wird, heisst dies noch lange nicht, dass sie auch entfernt wurde und den Tätern, die diese Inhalte ins Internet gestellt haben ein strafrechtlicher Prozess gemacht wird. Denn hinter dem sogenannten Stopp-Schild befinden sich immernoch die entwürdigenden und menschenverachtenden Inhalte und die Nutzung und das Anschauen für Personen, die es wirklich darauf anlegen die Inhalte zu konsumieren, können immernoch uneingeschränkt und ohne Chance auf strafrechtliche Verfolgung dies tun.
Technik, wie ein “umgehbarer asiatischer Raumteiler”
Dadurch, dass sie auf diesen Link geklickt haben, zeigen sie eine weitere Lücke auf, die dass Bundeskabinett nicht bedacht hat. Werden solche gesperrten DNS-Links verbreitet, verschlüsselt und an potentielle Personen weitergeleitet, die auf den falschen Link klicken, landen diese auf den verbotenen Seiten und werden von ihrem Hoster als “potentieller Kinderschänder” gewertet.
Die dadurch erhaltenen Daten werden an das Bundeskriminalamt weitergeleitet und diese können nun, durch einen begründeten Verdachtsmoment durch bereits vorher getroffene Gesetzesänderungen (Bundestrojaner) auf Ihren Rechner zugreifen, ohne dass sie davon überhaupt in Kenntnis gesetzt werden. Erhärtet sich der Verdacht, da sie ein weiteres mal im von Frau von der Leyen genannten “Puzzle” auftauchen, kann es sein, dass bald jemand vom BKA vor ihrer Tür steht.
Jeder der will kann ihnen also einen “zensierten” Link unterschleusen!
Daher müssen wir gegen diese Art von Wahlkampf-Taktiken und politischen Populismus, überschnelle Handlungen und falscher Wissenstand angehen, die dem Otto-Normal-Nutzer suggerieren, dass endlich etwas gegen Kinderpornographie getan wird! Stattdessen werden die Grundrechte eines jeden Bundesbürgers angegriffen, verletzt und missachtet.
Für Täter gibt es bereits das Strafgesetzbuch und die Strafverfolgung! Hier muss Geld investiert werden um Täter zu finden und Sie Ihrer gerechten Strafe zukommen zu lassen. Es darf nicht sein, dass auf dünnen Boden argumentiert und konstruiert wird und am Ende eine Parlamentarische Demokratie mit einer wirksamen Möglichkeit der Zensur ausgestattet wird!
Daher schicken Sie diesen Link verschlüsselt (unten wird erklärt wie) weiter, schneidern Sie eine Geschichte auf die betreffende Person hinzu und zeigen Sie so Ihren Arbeitskollegen, Freunden, Bekannten und Verwandten, dass der wählende Bundesbürger für Teile des Bundeskabinetts als reines Stimmvieh angesehen wird, welches durch voreilige Gesetzesentwürfe beeindruckt werden soll!
Ich stehe hinter der Bundesregierung, Missbrauch von Menschen und speziell an Kindern den Kampf anzusagen, jedoch nicht auf einer solchen geplanten rechtlichen Grundlage!
Danke für Ihre Aufmerksamkeit, für Ihre Unterstützung und für Ihre Zeit.
Falls sie weitere wertvolle Informationen, Links, Hinweise oder Kritik haben, melden Sie bitte diese in der Kommentarfunktion.
Schulaktion #Scool anders als geplant, doch besser als erhofft.
Quelle: michis_0806
Gestern am 21. April 2009 fand im Rahmen der Jugendarbeit und Elternaufklärung vom regionalen Jugendbeirat Coppenbrügge die Schulaktion “SchülerVZ, icq & Co. / Internet vergisst nie…” an der Kooperativen Gesamtschule Salzhemmendorf, wo ca. 1.600 Schüler unterichtet werden, an einem sonnigen Nachmittag statt.
Der interaktive Workshop sollte eigentlich zuerst am 24. März 2009 stattfinden, wurde dann jedoch verschoben. Nachdem der richtige Termin stand wurde die Veranstaltung mit einem wundervoll und für den Jugendbeirat kostenlos von Webberie.de gestalteten beidseitig bedruckten Flyer – der 2.000 mal gedruckt und verteilt wurde – einem Zeitungsartikel in der regionalen Tageszeitung, einem Interview im regionalen Radio mit Robert Basic (hier ein Mittschnitt als mp3-Download) und über SchülerVZ und Mundpropaganda beworben.
Twitterlesung hin, Twitterlesung her, die Twitkritter und Vorleser der vierten Twitterlesung haben gute Arbeit geleistet, wenn man sich auch beim nächsten mal überlegen sollte, ob man den gefühlten 20 Twitternutzern die zitiert wurden denn wirklich noch eine solche Plattform bieten muss..
Wenn die Tweets auch größtenteils witzig waren, kannte sie ja fast jeder. Denn außer der englischsprachigen Tweets (bei denen komischerweise auch aus wohl Unbekanntheit heraus mehr gelacht wurde) und ca. 2-3 nicht gelesenen Twitter-Nutzern, waren doch die anderen Tweets bereits irgendwann mal gelesen oder bekannt.
Da bringt dann auch der Zusammenhang, es in eine schöne Geschichte zu betten nichts, oder wie es meiner 140 Zeichen Gedankenstube auf die Twitterwall entfleucht ist:
Die Avantgarde der #rp09 vergleicht sich nicht mit normalen schEisvögeln, das sind ausgewachsene babyblaue Hyänazintharas… #twitterlesung -Fritten
Schade, denn es gibt genug im Twitterversum, die es spruchreif auf den Beamer schaffen könnten, die in der Masse nur untergehen. Denk ich.
Ja, dieser Tweet schmeichelt mir, auch wenn ich keine Ahnung habe, welche populäre Person gemeint ist, denn ich kenne niemanden mit Iro und Schnauzer, aufjedenfall muss der mehr als 350 Follower haben! Also so richtig viele, boah!
Twitter liefert für mich keinen Schwanzvergleichsfaktor so wie SchülerVZ, mySpace & Co. und gerade deswegen ist Twitter das bessere SocialNetwork.
Ich follow Dir, du followst mir!
Twitter zeichnet sich bekannterweise durch drei einfache Hauptmerkmale aus:
140 Zeichen
Following
Followern
Zwar kann man in der Public Timeline (wenn man schnell ist) alle offenen Tweets lesen, komfortabler ist jedoch das Following, andere Twitter-User einfach makieren um deren Tweets zu abonnieren. Dann wird man zum Follower.
Da man selber ja auch seinen Senf dazu abgeben kann, was andere so zwitschern, gibt es irgendwann auch Leute die meinen, sie müssten lesen, was andere zu dem Gezwitschten gezwitschert haben, dann bekommt man selbst Follower.
Da wir Menschen aber von Jägern und Sammlern abstammen, entwickelt sich seit dem Beginn der SocialNetworks ein reger Volkssport der Gruschel-, Freunde-, Fan- & Followersammler! Read more on this Article!
Vitamin B2.0 oder wie aus Bekanntschaft Blogosphäre wird
Früher habe ich immer von meiner Familie den beliebten Spruch gehört:
“Da brauchst du schon eine Menge Vitamin B um das zu schaffen.”
“Um das zu schaffen” konnte auch leicht ersetzt werden durch:
“um da anzufangen“
“um da hinzukommen“
“um dass zu machen“
“um die Info zu bekommen“
“etc.“
Heute ist alles ja bekanntlich ganz anders. Heute gibt es das Internet. Heute gibt es wildfremde Menschen, die einem Empfehlungen schreiben wo man günstig und gut Essen kann, wo man besonders schön wohnen kann, wie man am schnellsten aufsteigt im Beruf und was man nicht machen sollte um tief zu fallen. Es gibt auch Internetseiten die einem den bestgeeignetsten Job vermitteln wollen. Internet dient als Hilfeportal für Menschen die sich täglich einreden krank zu sein, um den betreffenden Hausarzt die schönsten Selbst-Diagnosen an den Kopf zuhauen.
Und es gibt die Blogosphäre.
Die Blogosphäre ist eine kleine nicht ganz große Gemeinde voller frivoler junger jüngerer Menschen, die es sich zum Ziel gesetzt haben über alles und jeden zu schreiben, zu berichten und zu helfen wenn es darauf ankommt.
Im wahrsten Sinne des Wortes das Vitamin B2.0 , das Vitamin “Blogbekanntschaft”. Read more on this Article!
…der Heil aus unserem Land ist gekommen um mit uns zu twittern Hinweis: Dies ist ein von der SPD berichtender Beitrag
Wenn Nico sich zu diesem netten Sensatiönchen äußert, dann sollte ich mich auch nicht lumpen lassen:
Hubertus Heil fängt an zu twittern!
Mit dem Titel: “Heil “twittert” aus den USA” verkündete die offizielle Homepage der SPD, dass Hubertus Heil angefangen hat aus Denver vom Parteikonvent der Demokraten mit Twitter.com direkt und ungefiltert zu berichten. Eigentlich ist es nicht so besonders, dass eine Person sich dort anmeldet um über die Ereignisse um sich rum zu berichten aber es ist ein erfreulicher Fortschritt im Bezug auf unsere Politiker in Deutschland. Denn anscheinend erkennen unsere Sozialdemokraten den Nutzen durch eine ungefilterte Information ihre Wählerschaft anzusprechen und mit Ihnen direkt zu kommunizieren. Oder wie es mspro so vortrefflich getwittert hat:
@hubertus_heil egal wie unzufrieden ich derzeit mit der spd bin, aber ich wähl sie jetzt. weil ich mich dann immer direkt beschweren kann.
Interessant ist für Hubertus Heil auch der erfolgreiche Start seines Twitteraccounts:
Seit 2 Tagen twittert er aus Denver.
552 Follower und somit weniger als 80 vom Platz 20 der Twitter-Charts entfernt.
2 “Berichte” über das angeblich nicht besondere Ereignis bei Spiegel Online und SZ.de
Okay, die Berichterstattung bei SpOn und SZ sind natürlich typisch für eingefahrene Medien, die neuen Medien eher skeptisch gegenüber stehen aber trotzdem scheint es ja doch eine Nachricht wert zu sein (wenn auch mit den typischen, bei technischen Fragen betreffend, süffisanten Unterton).
Spielen wir die Idee die Nico Lumma angesprochen hat mal weiter:
Ein Kauder fängt an zu twittern…
Ein Huber fängt an zu twittern…
Die SpOn fängt an zu twittern…
Die Sueddeutsche fängt an zu twittern…
Ungefilterte Nachrichten, kurze stichpunktartige Informationen über ihren Tagesablauf. Ihre Eindrücke und ihre persönlichen Vorstellungen von Bundesparteitagen, Wahlen und tagespolitisch relevanten Themen.
Wäre dies nicht wünschenswerter als Politiker die nur vorgefertigte Reden runterdudeln und so die eigentliche Nachricht in den Hintergrund und der Bezug zum Otto-Normal-Bürger verloren geht? Blogs von Politikern werden zum Teil von Agenturen entwickelt und mit Texten der PR-Berater bestückt, da nimmt sich die SPD nichts von der CDU/CSU. Denke mal, dass Hubertus Heil nicht von selbst darauf gekommen sein wird dieses neue Medium für sich zu entdecken, was aber auch relativ egal ist, solange es nicht nur für den amerikanischen Wahlkampf eingesetzt wird, sondern ab nun kontinuierlich mindestens bis zum nächsten Wahlkampf fortgeführt wird. Dann ist es ein wirklich erfreuliches Ereignis.
Waren nicht Blogs auch mal ein unmöglich inaktzeptables Medium, welches absolut indiskret und unnötig erscheint? Vielleicht sollten mal wieder Journalisten ran und nicht diese Pamphletverfasser die sicherlich noch nie mit einem Blackberry via T9 einen Text verfasst haben.
Ob nun mit Rechtschreibfehlern oder Indiskret. Besser als von der PR-Abteilung bearbeitet und inhaltsleer präsentiert.
Am Besten erklärt Hubertus dem Herrn Kauder gleich mal wie das mit dem Twittern so funktioniert:
Wie findet ihr es, dass Politiker sich endlich wieder einwenig selbst zu Wort melden?