Ich glaub es brennt! Ein Text nach Hameln…

Sehr geehrter Herr Rainer Starke…
Sie haben offenbar etwas nicht verstanden….

Bildungsinitiative Hameln
Schülerinnen in Hameln. Foto: HamelnBrennt.de

„Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern handeln.” - Herbert Spencer

Sie, Herr Starke, Schulleiter des Viktoria-Luise-Gymnasiums – kurz Vikilu – in Hameln, machten am Donnerstag, den 10. Dezember 2009 in der Deister-Weser-Zeitung unmisserständlich klar: “Demonstrieren kann man in der unterrichtsfreien Zeit.

Denn eine Demonstration, die durch die Versammlungsfreiheit, also den Artikel 8 GG oder Artikel 11 der Europäischen Menschenrechtskonvention gewährleistet wird, sei keine Entschuldigung, nicht am Untericht teilzunehmen.

Sie finden es auch paradox, dass “die Schüler gegen Unterrichtsaufall demonstrieren und wegen der Demo nicht zum Unterricht gehen.
Also ist nach Ihrer Ansicht anscheinend eine Demonstration ein “wichtiges demokratisches Grundrecht“, welches man aber doch bitte erst nach Beendigung eines Schultages wahrnehmen sollte?

Ist es für Sie genauso paradox, dass Arbeiter während ihrer Arbeitszeit gegen ihre schlechten Arbeitsbedingungen demonstrieren gehen? Das sollten diese doch dann bitte auch lieber in ihrer Freizeit machen, schließlich können sich die Arbeitsbedingungen ja nicht verbessern, wenn man sie nicht wie bisher erfüllt.

Herr Starke, unbekannterweise schätze ich, dass Sie Beamter sind.

Dienstverweigerung oder Arbeitsniederlegung, auch zum Zweck der Wahrung und der Förderung der Arbeitsbedingungen, sind unzulässig“, so stand es im Regierungsentwurf des Bundesbeamtengesetzes aus dem Jahr 1951. Dieser Passus wurde gestrichen. Der Bundestagsausschuß meinte damals, die Unvereinbarkeit der Dienstverweigerung oder der Arbeitsniederlegung mit den Pflichten eines deutschen Beamten sei so klar gegeben, dass die Aufnahme einer entsprechenden Vorschrift nicht notwendig sei.

Schülerinnen und Schüler sind aber keine Beamten.

Die Schülerinnen und Schüler, die sich in Hameln am morgigen Tag zusammenfinden werden, sind junge Bürgerinnen und Bürger, die vielleicht morgen zum ersten Mal friedvoll ihre Rechte in einer freien parlamentarischen Demokratie nutzen wollen. In unserer parlamentarischen Demokratie gehen die wichtigsten politischen Entscheidungen vom Volk aus.

Sie berufen sich anscheinend auf die in Deutschland existierende und wichtige Schulpflicht, die nicht im Grundgesetz oder einem anderen Bundesgesetz geregelt, sondern – aufgrund der Kulturhoheit der Länder – in den einzelnen Landesverfassungen verankert ist. Die Länder sind hierzu lediglich durch das Grundgesetz ermächtigt.

Sie haben hier sogar recht, denn Schülerinnen und Schüler dürfen wirklich fast nur in der unterrichtsfreien Zeit demonstrieren. Die Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme am Unterricht lässt sich nicht ohne weiteres durch die Versammlungsfreiheit entschuldigen. Doch können Schülerinnen und Schüler für eine Demonstration vom Schulleiter beurlaubt werden.

Sie müssen als Schulleiter entscheiden, ob die Teilnahme an der Demonstration wichtiger ist, als der während der Demonstration stattfindende Unterricht und der schulische Bildungsauftrag. Wenn jedoch eine Demonstration auf den 11. Dezember 2009, auf einen Freitag um 13 Uhr gelegt wird, welcher von den Schülerinnen und Schülern unter anderem extra deswegen gewählt wurde, weil es sich um den Tag für das Testatende für die 11. und 12. Klasse handelt, bei dem die Semesternoten eingetragen werden, dann kann ich Ihre Entscheidung nicht nachvollziehen.

Sie geben über die Dewezet Ihren Schülerinnen und Schülern ebenfalls mit auf den Weg, dass Sie persönlich die Ihrer Meinung nach angebliche Kernforderung nicht unterstützen und: “Die Schüler müssen sich die Forderungen ganz genau ansehen – wenn man demonstriert, dann muss man das auch bewusst machen und nicht zu einem Happening gehen.

Ist das nicht bereits eine Unterstellung? Und wie kommen Sie darauf, daß die Abschaffung des höchst umstrittenen Turbo-Abiturs eine Kernforderung sei? Die Schüler weisen schließlich ausdrücklich darauf hin, dass die Forderungen untereinander nicht priorisiert sind.

Hier sei auch ihr Kollege Herr Wolfgang Weber, Schulleiter des Albert-Einstein-Gymnasiums in Hameln erwähnt, der ebenfalls “nicht alle Forderungen unterstützen kann” aber wenigstens seinen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an der Demonstration erlaubt, sobald sie sich vorher abmelden. Die Begründung für diese Freistellung des schulischen Bildungsauftrages ist ebenfalls in der Deister-Weser-Zeitung nett erwähnt, denn am AEG fällt der Fachunterricht in dieser Zeit ohnehin aus, da eine “Festveranstaltung” geplant ist.

Wo sehen Sie hier eine Kernforderung?

  • Raumnot beheben, ausreichende, dauerhafte Raumlösungen schaffen.
  • Anzahl der Lehrkräfte erhöhen, Unterrichtsversorgung sicherstellen und Betreuung verbessern.
  • Schülerzahlen in den Klassen verringern.
  • Kostenloser Schulweg bis zum Abitur.
  • Unterricht für die gymnasiale Oberstufe in einem Gebäude.
  • G8 (Abitur nach 12 Jahren) abschaffen, bzw. Alternativen zulassen.
  • Wiedereinführung der Lehrmittelfreiheit.
  • Einfluss der Wirtschaft auf die Bildungspolitik einschränken.
  • Gemeinsames Lernen bis mindestens zur Vollendung der 6. Klasse.
  • Verstärkte frühzeitige Vermittlung von Lernkompetenzen.
  • Zurück zum LK-System.
  • Flächendeckende Einführung von einer unabhängigen Seelsorge für Schüler.
  • Wir unterstützen die Forderungen der Studenten, die Studiengebühren und das Bachelor-/Mastersystem in der derzeitigen Form abzuschaffen und anstelle von Verschulung, Regelstudienzeit und Dauerüberprüfung wieder mehr Individualität und Freiraum im Studium zu gewähren.

Verstehen Sie nicht, dass Ihre Schülerinnen und Schüler hier nicht egoistisch für sich selbst, sondern für Sie und Ihr Kollegium, zukünftige Generationen und die Bürgerinnen und Bürger in und um Hameln auf Fehler im Bildungssystem mit diesem “Happening” (zu deutsch: Ereignis) hinweisen wollen?

Verstehen Sie nicht, dass hier Ihre Schülerinnen und Schüler in und um Hameln die schulische Situation verbessern wollen, sie für die zukünftigen Generationen attraktiver und wertvoller gestalten möchten, anstatt zu einer Festveranstaltung zu gehen?

Sollten Sie morgen jemanden daran hindern, an diesem wichtigen, vom Grundgesetz zugesicherten Ereignis teilzunehmen, wäre ich von ihrer Verfügungsgewalt über die Ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler sehr enttäuscht, denn auch eine friedvolle Demonstration, die Werte unserer Demokratie vermittelt, kann zu einem Bildungsauftrag gehören.

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“, so steht es im Grundgesetz. Das allerdings schließt Schülerinnen und Schüler mit ein.

Canon EOS 7D FILM OUT

Christopher Gallo testet seine Canon EOS 7D

Canon EOS 7D FILM OUT from RAWworks on Vimeo.

Ich glaube die Canon EOS 7D kommt auf meinen Wunschzettel.

Die PR-Kampagnen der Bundesregierung.

cduLogoidee von @gutjahr

Zapp-Bericht über die Einmischung der PR-Branche und Ursula von der Leyen

Letzten Sonntag, am 30.November 2009, erschien ein Zapp-Beitrag über die deutsche PR-Branche und Ihre Einmischung in den deutschen Journalismus. Dort hat man Ulrich Müller von “Lobby Control“, Thomas Leif von “netzwerk recherche” und Richard Gaul vom “Deutschen Rat für Public Relations” interviewt und gemeinsam mit Ihnen einen schönen Rundumschlag der deutschen Medien- und PR-Welt in acht Minuten Filmmaterial gepresst. Ein guter und wichtiger, wenn auch irgendwie nach FastFood schmeckender Beitrag.

Betrachtet man das in der Sendung genannte Thema und die in den letzten Wochen begonnenen Diskussion um Nikolaus Brender, die Einmischung der Regierung in die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten, den Offenen Brief an den Verwaltungsrat des ZDF und die späten Sendezeiten der kritischen Berichterstattung, fragt man sich leider, was auf langer Sicht noch bleibt.

Wenn man dieses um 23:05 Uhr erscheinende Sendeformat, mit der restlichen, alltäglichen und stumpfsinnigen Dauerberieselung der Öffentlich-Rechtlichen vergleicht, ist dieses wichtige Thema in acht Minuten Sendezeit einfach zu kurz angerissen. Es scheint einfach keinen richtigen Platz mehr für kritischen Journalismus in der deutschen Medienlandschaft zu geben.

zensursulaBildquelle: Zapp

Ein nettes Beispiel für eine  Einmischung der Regierung in die Medienlandschaft unter Gebrauch von PR, wird ebenfalls im Zapp-Beitrag kurz erwähnt. Denn auch unsere alte Familienministerin neue Arbeitsministerin Ursula von der Leyen wird “lobend” für ihren am 14.09.2007 erhaltenen Titel zur “Kommunikatorin des Jahres 2007“, erwähnt.

Diesen Preis bekam die Bundesministerin für ihre Leistung im Kommunikationssegment, welche von Ulrich Nies, Präsident der Deutschen Public Relations Gesellschaft, wie folgt begründet wurde:

“Sie hat es mit vorbildlichen Einsatz der Kommunikation geschafft, den Umdenkungsprozess zu den familenpolitischen Themen in unserer Gesellschaft in Gang zu setzen.” -Quelle

Dieser Einsatz von Kommunikation, der einen Umdenkungsprozess in der Gesellschaft in Gang gesetzt hat, könnte man natürlich auch Propaganda nennen und war auch nicht Frau von der Leyen zu verdanken, sondern der Werbefirma Schlenker Public Relations. Denn diese mit Steuergeldern bezahlte Agentur war dafür zuständig, Zeitungsartikel und Hörfunkbeiträge zu produzieren.

Wie betitelt der SWR ihre bereits 2007 erschienene Reportage “Getarnte Werbung” doch so vortrefflich:

Im Klartext: Wir hören Radio oder lesen Zeitung, denken, hier waren unabhängige Journalisten am Werk. In Wirklichkeit aber reinste Eigenwerbung, direkt aus dem Ministerium der Frau von der Leyen. -Quelle

Weiterführende Links:

“Erinnerst Du Dich noch an mich?”-Diskette von Microsoft

erinnerstdudichnochanmich

Alternate Reality Gaming mit schnellen Ende

Die Marketingfirma vm-people GmbH hat für einen bisher unbekannten Auftraggeber ein ziemlich kurzes ARG gestartet, welches für einige Blogger/Twitternutzer wie Lars, René, Jeriko, PR-Blogger, Gilly, BasicThinking und YuccaTree, ein USB-Diskettenlaufwerk und eine Diskette via Post an zwei folgenden Tagen (bei mir gestern und heute) bedeutete.

Bei mir war das USB-Laufwerk nicht notwendig, da ich noch ein altes eingebautes Diskettenlaufwerk mit mir rumschleppe aber bei einigen gab es via Twitter bereits Sorge bzgl. der sonst unlösbaren Öffnung der Floppy.

Auf der 1,38MB Diskette der Marke TDK befand sich lediglich eine Internet-Verknüpfung mit dem Namen “Erinnerst Du Dich noch an mich”:

diskette

Diese Verknüpfung verlinkte auf eine Seite - erinnerst-du-dich-noch-an-mich.de, wie naheliegend – mit ziemlich nett animierter Diskette und grausamer Hintergrundmusik, die wenn man sie anklickte auf das ca. vier Monate alte Blog einfach-clara.de verlinkte.

In diesem Blog geht es in den bisher dreizehn Blogbeiträgen um die digitalisierte Welt, den Opa Viktor und das Leben als Digital Native. Ebenfalls wurde bisher ein Twitter-Account (@claralind), ein Facebook-Account und ein YouTube-Kanal mit folgendem Video angelegt:

That is all. Die Suche beginnt..

Es gab keine versteckten Hinweise, keine weiterführenden Links, kein irgendwas… Aber dann beginnt natürlich die Recherche und die Neugierde..

Da die vm-people GmbH im Mai vor einiger Zeit mal in der ZEIT im Artikel “Das Geschäft mit der Geschwätzigkeit” auftauchte und dort lobenswert in den Zusammenhang mit der viralen Erfolgsgeschichte des Romanes “Das Kind” von Sebastian Fitzek erwähnt wurde – also Bücherwerbung – und die jetzige Dame angedeutet durch den Namen Clara Lind eventuell ebenfalls eine Autorin sein könnte, die bisher im von mir sehr geschätzten Piper Verlag publiziert, wäre das Rätsel ziemlich schnell gelöst: KAUFT PIPER-Bücher!

Ich empfehle euch momentan “Die Dämonen” von Tobias O.Meißner

Doch die Spekulationen wären nicht nötig gewesen, wenn ich mir die Über-Seite im Blog einfach früher angeschaut hätte, denn da auf der Seite sehe ich, bereits dort ganz einfach erwähnt, dass es doch nur weitere schlecht inszenierte Microsoft Windows 7-Werbung ist.

Was hat Microsoft momentan werbetechnisch vor?

Amerikaner werden mit furchtbaren Housepartys genervt (die aber wenigstens noch Windows 7 bekommen haben) aber Microsoft Germany übertrifft diesen TV-GAU mit den Ich bin PC-Spots und versendet nun auch noch Diskettenlaufwerke und Disketten um ihr neues Betriebssystem zu promoten. Soll  diese Art der Promotion eine neue Form der Anti-Werbung sein?!?

Warum versucht ihr es nicht einfach auch mal hierzulande mit eurem Betriebssystem..? Schickt mir euer Betriebssystem -da mich Vista aktuell zur Weissglut treibt- , ich lege die Diskette in euer “USB Portable Diskette Drive” ein und wenn es mir gefällt, dann nutze ich es auch und schreibe darüber und teile der Welt mit, dass ihr gute Arbeit gemacht habt.

Die nun an mich geschickte Diskette und das Laufwerk wandern wohl leider in den Mülleimer*, da ich damit nichts anfangen kann. Daher versucht euch doch bitte nicht an Dingen, welche Andere vor euch bereits um einiges besser gemacht haben, zum Beispiel mit Schatztruhen oder Karten und sogar Schnitzeljagden quer durch Deutschland und und und…

Dass was ihr nun abgeliefert habt war keine Sozialpropaganda, kein ARG, kein was auch immer! Es hat nichts mit den sozialen Netzwerken oder was in den Augen der Menschen heutzutage dieses Internetz ausmacht zu tun und fördert nicht die Kommunikation zwischen Kunden und euch.

Ihr habt eine Diskette mit einem Werbe-Link via Post versendet!

Ihr könnt froh sein, wenn dies nicht als die beschränkteste Art von Spam in die Geschichte eingeht. Ihr habt in fast allen Blog-Beiträgen vergessen, direkt mit Links auf die Leute bei flickr hinzuweisen von denen ihr die Bilder genommen habt. Dass würde die Suche nach Ihnen aber einfacher machen um weitere Bilder zu finden, falls sie einem gefallen haben. Eine junge angehende Journalistin, die aktuell Twitter mit einem Tweet auf ihr Blog und sieben Followern nutzt, würde ich normalerweise blocken, da es einfach nach Spam ausschaut. Ebenfalls solltet ihr auch in der Lage sein mehr passende Links in die Pseudo-Blogroll anzulegen. Aber ihr wolltet ja auch nur einen “einfachen” Ausflug in die Welt der Digital Natives machen:

Microsoft Deutschland führt zum Launch von Windows 7 die Social Media Experience “Journey to Simplicity” durch. Bei “Journey to Simplicity” wird eine Reise quer durch Deutschland von einem ungleichen Paar angetreten: der jungen Journalistin Clara und ihren Großvater Viktor, die mit staunenden Augen und scharfen Verstand der Frage auf den Grund gehen, was es bedeutet in einer digitalen Welt zu leben. Dabei führen sie Gespräche mit Digital Natives, begegnen Zeitzeugen und Experten und lassen sich von Usern inspirieren, die ihre Themen im Dialog über Social Media einbringen. Die Geschichte wird sich über unzählige Kanäle entfalten: Claras Blog, Facebook, Twitter, Last.FM, YouTube und über welchen Weg auch immer die User mit Clara und Viktor in Kontakt treten möchten. – Quelle

Keine Ahnung wie ihr euch die weitere Reise quer durch Deutschland mit diesem Start und dem Blog vorstellt, wenn ihr aber eine Inspiration von einem dieser für euch wohl fremden Digital Natives wollt, der seine Ideen im Dialog über Social Media gerne bereit ist mit euch zu teilen: Spielt nicht mit Sachen die nicht passen. Lebt es oder lasst es.

Ich hätte wirklich mehr erhofft..

Journey to Simplicity?” – It’s Microsoft…

*Oder braucht jemand von Euch das USB-Diskettenlaufwerk? In den Kommentaren melden und ich schicke es bei richtig hinterlegter Email-Adresse dem Ersten der Interesse hat zu..

Julius von Bismarck manipuliert fremde Fotos.

fulgurator

Bild: Julius von Bismarck (DE)

Fulgurator verändert fremde Fotos während des Fotografierens.

Julius von Bismarck, Fotograf und Künstler, sowie Preisträger des Interactive Art 2008 auf der Prix Ars Electronica hat zwar bereits 2008 den erwähnten Preis für seinen Image Fulgurator gewonnen, wurde “damals” schon durch die Blogs gejagt und tauchte im April 2009 auch nochmal bei Nerdcore auf, doch nun spülte irgendjemand auf Twitter ein mir bis dato noch unbekanntes Video (auch von 2008) wieder hoch, welches ich hier zeigen möchte da es besser die Technik zeigt und erklärt:

Nett ist auch, dass von Bismarck ganz bewusst von Bildmanipulation spricht und diese so auch für seine Kunst benutzt:

Es gab ja auch bisher viele Arten von Bildmanipulationen die eigentlich alle stattfinden nachdem das Foto gemacht wurde, mit Photoshop und Retusche und so. Das hier ist von der Art her eine andere Manipulation weil sie stattfindet während das Foto passiert und ohne das der Fotograf es weiss, dass heisst der Autor weiss nichts von der Manipulation…

Weitere Kuriositäten von Julius von Bismarck, wie zum Beispiel das Fühlometer oder The Perpetual Storytelling gibt es bei Ihm selbst unter: juliusvonbismarck.com

Internet-Sperre benötigt Veränderung im Telemediengesetz

von und zu Guttenberg

Es gibt wenige Menschen die über viele Menschen in Deutschland bestimmen, weil die vielen Menschen bestimmt haben, dass die wenigen Menschen bestimmen dürfen. Wenn die vielen Menschen meinen, dass die wenigen Menschen nicht gut über die vielen Menschen bestimmen, sagen die vielen Menschen beim nächsten mal, dass andere wenige Menschen über sie bestimmen dürfen.

Das ist ein wichtiger teil der Demokratie und es ist eine wunderbare Struktur die gewährleistet, dass die wenigen Menschen – die ja böse sein könnten oder keine Ahnung von dem haben was sie da tun – auch wieder von der Bestimmung weggeholt werden können und durch Andere aus den vielen Menschen ersetzt werden:

(Warnung: Das nachfolgende Video kann für Besucher mit Sinn für Aufrichtigkeit und Demokratie verstörend wirken.)

Und was denken die Damen und Herren aus dem Fernseher zu Herrn von und zu Wirtschaftsminister?

Darum bitte ich alle Leserinnen und Leser:

  • Informiert euch selbst über die ePetition, über 62111 Menschen haben dies bereits getan. (Link hier)

Der genaue Text lautet:

Text der Petition

Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die “Sperrlisten” weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

  • Informiert euch über den Gesetzes-Entwurf.

Ich kann nachvollziehen, dass es für jemanden der nicht viel am Computer arbeitet schwer ist, Begriffe wie “DNS-Sperre”, “Access-Blocking”, “Hoster”, “Provider”, “Server” und Co. zu verstehen. Doch erstens ist dies nicht schlimm, da die meisten Politiker auch nicht wissen wovon sie da sprechen und zweitens ist das Gesetz sehr simpel zu verstehen:

Eine der wichtigsten Informationsportale ist ebenfalls NetzPolitik.org (Link hier). Dort findet man alle wichtigen Informationen zum geplanten Gesetzesentwurf und die seriöseren Stimmen der Kritiker.

  • Bitte unterzeichnet die ePetition, denn es geht um Zensur!

Es ist schwer sich auf epetitionen.bundestag.de (Link hier) anzumelden und die Petition zu unterzeichnen, keine Frage, doch es ist wichtig, dass die Petition nicht nur weiter in den Medien für Schlagzeilen sorgt, sondern dass sie überhaupt vor der Durchbringung des Gesetzes angehört wird.

Es ist nur ein Haken auf einer Liste, jedoch könnte so aus wenigen, angeblichen “Netz-Freaks” eine große Stimme des freiheitsliebenden Volkes werden.

Jede Stimme ist ein Zeichen, dass irgendwo in Deutschland einer von den vielen Menschen möchte, dass die wenigen Menschen nicht Sachen machen, von denen sie wenig Ahnung haben..

Dass etwas gegegen Kinderpornographie gemacht werden muss und dies eines der wichtigsten Themen sein sollte, die eine zivilisierte Gesellschaft gemeinsam anfassen muss, dass denken nämlich nicht nur die wenigen Ahnungslosen, sondern definitiv auch die absolute Mehrheit der vielen Menschen.

Bild-Quelle: Internet-Law.de / NetzPolitik.org

Ich Kann Kanzler! – Talentshow beim ZDF

Ich Kann Kanzler! Die politische Talentshow im ZDF

ichkannkanzler

Von jedem, der sich um das Amt des Kanzlers bewirbt, ist zu verlangen, daß er dem Volk die bittere Wahrheit sagt. -Helmut Schmidt (*1918), dt. Politiker (SPD), 1974-82 Bundeskanzler

Es gab eine Zeit, da stand der Begriff Politik für Gemeinschaft. Er bezeichnete ganz allgemein ein vorausberechnendes, innerhalb der Gesellschaft auf ein bestimmtes Ziel gerichtetes Verhalten.

Im Jahre 2009 in Deutschland ist dies nach Meinung einiger anders.

In Deutschland steht angeblich der Begriff Politik mehr als Anhängsel für Verdrossenheit.

Die negative Einstellung der Bürger in Bezug auf politische Aktivitäten und Strukturen, unter Umständen resultierend in Desinteresse und Ablehnung von Politik und politischem Handeln basiert auf der nicht Wählbarkeit der großen Parteien in Deutschland, meinen einige.

  • Vermittelt die CDU christliches Verständnis des Menschen & Verantwortung vor Gott?
  • Steht die FDP für Freiheit und Verantwortung des Einzelnen?
  • Ist die Zukunft Der Grünen wirklich Grün im Sinne von ökologisch?
  • Ist die Vision der SPD wirklich eine freie, gerechte und solidarische Gesellschaft?

Die großen Parteien gleichen sich angeblich in Programm und Identifizierbarkeit immer mehr an und vermitteln die selben wichtigen, wenn auch halt durch größtenteils unterschiedliche Wege eingeschlagene Ziele. Dies führt nach Meinung von Personen, die die Meinung von Personen vertreten, dazu, dass man das Wählen doch lieber gleich sein lassen sollte.

Doch ist dies wirklich so?

Ich habe einen Schritt gewagt, den ich hier im Blog eigentlich ganz nonchalant übersehen und nicht weiter bearbeiten wollte, doch nun ist es eh der Öffentlichkeit zugänglich und bald auch im Fernsehen.

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Live-Experiment “Schüler VZ, icq & Co. – das Internet vergisst nie!” mit Twitterwall

Ich habe lange überlegt, wie wir am sinnvollsten Schülern, Lehrern, Eltern und interessierten Teilnehmern an der morgen stattfindenden Veranstaltung zeigen können, dass Internet auch nützlich und hilfreich sein kann. Das Fremde ebenfalls helfen können und schnell auf Fragen reagieren, diese sogar eloquent, kurz und knackig beantworten können.

Ebenfalls habe ich überlegt, wie ich Lesern meines Blogs und meiner Tweets eine Möglichkeit gebe aktiv am Geschehen teilnehmen zu können.

Es war zwar durchgängig von einer Twitterwall gesprochen worden, jedoch konnte ich mich nicht damit anfreunden, dass eigentlich eine Twitterwall von den Teilnehmern befüllt wird, Aussenstehende jedoch eher nicht auf den direkten Gesprächsverlauf – höchstens mit einer kurz vom Moderator wahrgenommenen Frage oder kritischen Bemerkung – und den Hergang der Veranstaltung nehmen können.

Jedoch konnte ich mir auch nicht helfen und herausfinden, wie ich viele Leser und Schreiber mobilisieren kann, dass überhaupt Fragen oder Antworten auf der Twitterwall erscheinen und wie die Twitterwall auch von anderen wahrgenommen werden kann, die nicht aktuell im Raum sind.

Daher habe ich mich nun absolut auf TwitterFall.com festgelegt:

twitterfall

Twitterfall ist wie jede bereits bekannte Twitterwall-Technik, nichts weiter als ein Wortfänger, den man mit den gewünschten Hashtags oder Worten füttern kann.

Jeder kann sich die Wörter aussuchen, die getrackt werden sollen und erhält so seine eigene individuelle Twitterwall. Für die Schulveranstaltung ausreichend und für jeden der Interesse hat die Veranstaltung einwenig zu verfolgen auch. Fügt man den gewählten Hashtag ein (#-Raute nicht vergessen) werden alle Nachrichten dort erscheinen.

Außerdem bietet Twitterfall an, direkt über die Seite Antworten zu verfassen.

Hashtag = #scool

Ich wollte nicht extra einen eigenen Twitter-Account anlegen für die Schulveranstaltung um so erst die Follower zu sammeln, die an der Aktion wirklich Interesse haben, daher wird mein Twitter-Account @Fritten dafür genutzt werden. Mag sein, dass einige meiner Follower nach der Veranstaltung meinen es würde sich nicht lohnen weiterhin bei mir zu bleiben aber dass nehme ich einfach mal in Kauf.

Der ungefähre Ablauf (welcher wirklich vorstellbar wäre…):

  • @Fritten “Was ist Twitter?” #scool
  • @Mustermann “Ein Microblogging-Dienst für Nachrichten,Belanglosigkeiten und Spaß.” #scool
  • @Fritten “Welches SocialNetwork eignet sich für Kinder?” #scool
  • @Musterfrau “PanFu ist nett aber bloß nicht Mein Entenhausen!” #scool
  • @Fritten “Welcher ORM-Dienst ist der Beste?” #scool
  • @Musterkind “Keiner! Lieber SEO-Kenntnisse haben.” #scool

Und und und…

Bisher erhoffe ich mir, dass aus der stillen Ecke heraus @RobGreen und @011i ihre Kommentare dazu geben werden, da sie sich bisher mündlich oder “tweetweise” schriftlich dazu geäußert hatten, dass sie morgen am 21. April 2009 in der KGS-Salzhemmendorf anwesend sein werden.

Weitere Twitter-Nutzer auf die ich hoffe:

Zeiten

Da die Veranstaltung für Schüler um 15:00 beginnt und die der Eltern und Öffentlichkeit um 18:00, wird wohl in diesem Zwischenzeitraum mein Twitter-Account kaum persönlich genutzt und die Fragen werden alle nicht von mir sein, also nicht als flapsig betrachten, wenn die ein oder andere Frage eventuell einwenig eigenwillig ist, sie sind nicht von mir, sondern von Personen die eventuell gerade mal eBay, Google und T-Online kennen.

Ich werde nochmals diesen Beitrag tweeten und hoffe darum, dass sich auch andere weitere Personen finden werden, die helfen zu zeigen, dass Twitter auch als Informationsportal für Fragen dienen kann und dass das “böse Internet” nicht immer nur schlechte Seiten hat.

Jugendbeirat Coppenbrügge meldet sich zurück

Info-Veranstaltung zu den negativen Seiten des Internet am 21. April in der KGS Salzhemmendorf

Coppenbrügge (ist). Zu einem interaktiven Live-Experiment unter dem Motto “SchülerVZ, icq & Co. – das Internet vergisst nie!” lädt der Jugendbeirat Coppenbrügge am Dienstag, 21. April, in die KGS Salzhemmendorf ein und ruft sich damit selbst in Erinnerung – eine gleichermaßen gewagte wie spektakuläre Aktion gegen das eigene Vergessenwerden am Ende von zwei Jahren seit Gründung. “Der Jugendbeirat ist wieder aktiv”, sagt die 1. Vorsitzende Friederike Mehrtens. “Und da sich die Masse der Jugendlichen heute mehr im Web trifft als auf Spiel- und Sportplätzen oder im Jugendtreff“, so Torben Friedrich und Sabrina Bippus vom Vorstand, “gehen auch wir online, um sie für unsere Arbeit zu interessieren.” Über die Hälfte aller bundesdeutschen Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren – und da machten die Hameln-Pyrmonter keine Ausnahme – twittern und chatten tagtäglich durch die Online-Welt.

Abhängen im Netz, Klicken rund um Uhr durch Profilseiten von Freunden bei “Myspace”, “schülerVZ”, “facebook”, “icq”, “twitter” und anderen Web-Communities, Klatsch, Tratsch, und Selbstdarstellung in der weltweiten Webclique, von der Eltern kaum mehr als den Schimmer einer Ahnung haben. Dass aber fremde Freunde im Web nicht immer wirkliche Freunde, ungebetene Trittbrettfahrer, Spanner, Spammer, Datenklauer und Fakes alles andere als nur lästig sind oder dauerhaft werden können, locker-cooler Chat und bitteres Mobbing dicht beieinander liegen – darüber soll in dieser Veranstaltung informiert werden. “Wir wollen Schülern und Eltern zeigen, wer alles in ihr Privatleben Einblicke bekommen könnte – und wie, wenn die Schüler ihre privaten Daten nicht schützen“, sagen Mehrtens, Bippus und Friedrich.

Die Veranstaltung findet am 21. April im Forum der KGS Salzhemmendorf statt, um 15 Uhr für Schüler und Lehrer, für Eltern und Öffentlichkeit um 18 Uhr.

Quelle: Dewezet / Freitag 17. April 2009 / Online-Redaktion: dewezet.de

re:search – Deutschland sucht

Lars wurde Gewinner beim re:search der re:publica 2009

Ein wahres Highlight des ersten Tages der re:publica 2009 war die von Johnny Haeusler und Nils Bokelberg moderierte re:search – Deutschland sucht-Show.

Lars, konnte besonders schnell googlen und konnte so die richtige Anzahl der Fußwegminuten vom Friedrichstadtpalast zur Siegessäule durch den Saal rufen, da die Twitterwall und Internet ja ihr könnt’s euch denken, aber so stand er auf der Bühne.

Dort mußte er gegen zwei weitere Kandidaten im Highspeed-Googlen antreten und natürlich gewinnen, weil er nach Angaben dreier Neider, die genau vor mir saßen, mindestens einen 190er IQ hat und letztendlich sowas von wichtig ist, da er ja sogar nur seinen Vornamen bei Twitter als Nickname hätte.

Die Endrunde gewann er dann ganz souverän gegen Sascha Pallenberg von NetBookNews, auch wenn Sascha besser bei den Internet-Meme war, konnte er doch als einziger einen Windsor-Knoten binden und zum Schluß sogenannte Literal Videos karaokemäßig vorsingen.

Abschließend zeigten Johnny und Nilz noch eine wunderbare Gesangseinlage á la George Michael, die es bei Nerdcore nur in Bild, bei mir aber in Ton und Bewegung gibt:

Genialer Abend und allen “Die #rp09 ist doch nur was für Nerds, Freaks und so“-Kommentierern sei gesagt, dass ihr absolut Recht habt.

Die re:publica ist ein Hort der Unbekanntheit aber Unbefänglichkeit, der genialen Gespräche ohne Schwanzvergleich und Pagerankinggelaber, eine absolute Inspiration. Kann man sich bei Bloggern nicht vortellen? Tja, wahre Nerds und Freaks hier…

Verleitet wieder aktiv und mehr zu machen.