“Ich bin nicht für Zensur geeignet.”

Rob Savelberg im Interview

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“Gestresste oder um eine Antwort verlegene Politiker neigen zu Schönsprech. Zu Euphemismen oder Formulierungen, die vage und unkonkret sind und so an den harten Wahrheiten vorbeigehen, dass man sie oft nicht ernst nehmen kann.” – M. Illner, 2007

Am 19.11.2009 wurden bei Maybrit Illner zum Thema “Das Wunder von Meseberg” als Gäste zum Beispiel auch Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geladen. Am Ende der cirka 60 Minuten dauernden Show versucht sich Frau Maybrit Illner am investigativen Journalismus einiger Ihrer Kollegen zu messen, in dem Sie auf den niederländischen Journalisten Rob Savelberg anspielt. Dieser sprach am 27. Oktober 2009 auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der schwarz-gelben Koalitionsvereinbarung, Frau Bundeskanzlerin Merkel auf die Personalie Wolfgang Schäuble in der CDU-Spendenaffäre an.

Doch war die Frage wirklich so bedeutend, oder haben deutsche Journalisten einfach verlernt die richtigen Fragen zu stellen? Finden wir Deutschen die Frage einfach bedeutend, weil wir solche Fragen nicht mehr kennen?

Ich konnte mit Rob Savelberg über Angela Merkels Antwort, Frau Illners verpasste Chance, erneut nachzufragen und die Veränderung des deutschen Journalismus sprechen.

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Herr Savelberg, Sie haben vor fast einem Monat am 27. Oktober 2009 bei der Vorstellung des Koalitionsvertrages mit einer Frage zur zukünftigen Rolle von Wolfgang Schäuble als Finanzminister für eine bleibende politische Erinnerung die Verantwortung zu tragen. Haben Sie mit einem solchen Medienecho gerechnet?

Nein, natürlich nicht. Es war eine ganz normale Frage. Nur ein deutscher Kollege von der Süddeutschen Zeitung kam im Nachhinein zu mir und sagte, seine Landsleute hätten die Frage eigentlich stellen müssen.
Dass das gewaltige Medienecho entstand, hat damit zu tun, dass die meisten Leute den Spendenskandal verdrängt haben und nun peinlich wieder daran erinnert werden. Die Bürger möchten nicht von Politkern betrogen werden. Ich habe abertausende Kommentare gesehen und hunderte Briefe, Mails und Anrufe bekommen.

Warum meinen Sie, sorgte Ihre für viele Menschen in Deutschland verständliche und berechtigte Frage bei vielen Medien für eine solche Aufmerksamkeit? War Ihre Frage für deutsche Verhältnisse wirklich so “political incorrect”?

Die Aufmerksamkeit hat mit Hilflosigkeit zu tun. Die Aufmerksamkeit hat auch damit zu tun, dass die Bürger spüren, dass sie getäuscht werden, dass die Politiker auf Ihren Nasen herumtanzen. Dass diese gewählten Volksvertreter tun, was sie wollen.
Schäuble hat öffentlich und wissentlich den deutschen Bundestag belogen, nämlich, dass er den Waffenhändler Karl-Heinz Schreiber nur EIN mal getroffen habe, 1994 in einem Hotel in Bonn. Dabei hat er gleich ,,vergessen”, dass er am Tag danach von der gleichen Person 100.000 Mark in Bar in seinem Büro bekam.

Wie kann so eine Person Finanzminister werden, mitten in der Krise, wo Banken mit 500 Milliarden Euro gerettet werden? Jemand, der lügt, der Aufklärung behindert, der Schmiergeld annimmt, ist der geeignet, um die Finanzen des grössten EU-Landes zu verwalten?
Und dann ist da noch die Rolle von Angela Merkel, die tapfer war, als sie 1989 in die ostdeutsche Opposition eingetreten ist. Die tapfer war, als sie sich in der FAZ 1999 von Schäuble und Kohl distanzierte. Von dieser Tapferkeit ist nichts mehr übrig. Wenn sie konsequent gewesen wäre, hätte sie Schäuble nie wieder ins Amt gebracht. Er verlor 1999 Fraktionsvorsitz und Parteivorsitz. Zu Recht. Warum rehabilitiert ausgerechnet Angela Merkel ihren grössten Konkurrenten von damals?
Meine Frage war nicht political incorrect, sie WIRKTE vielleicht so. Merkel, Westerwelle und Seehofer sind gewählte Volksvertreter, nicht mehr und nicht weniger. Sie sind Funktionäre in einer Demokratie. Wo sie ihre Funktion nach 4 Jahren meist wieder abgeben müssen. In der deutschen Demokratie herrscht Pressefreiheit. Also war es eine ganz normale Frage.

Die Antwort von Frau Bundeskanzlerin Merkel lautet im O-Ton: “Weil.. Weil diese.. Weil diese Person mein Vertrauen hat.” Finden Sie diese Antwort akzeptabel, vor allem bezugnehmend auf Ihre Nachfrage nach der Tragfähigkeit für die Finanzen von 82 Millionen deutschen Bürgerinnen und Bürgern? Welche Antwort haben Sie erhofft?

Eine ganz, ganz schwache Antwort. Sie vertraut ihm, weil sie ihm vertraut. Nur ein Kind sagt so etwas. Sehr merkwürdig, zumal Merkel Schäuble 1999 zum politischen Sperrmüll gestellt hat, weil sie ihm damals nicht mehr vertraute. Vor meiner Frage hatte sie Schäuble noch als sehr ,,kompetent” gewürdigt. Als jemand mit viel Erfahrung. Wir wissen, mit welcher Erfahrung, wie gut der jetzige Finanzminister mit Geld umgehen kann. Mit Bestechungsgeld.

Am 19.11.2009 zeigte das ZDF einen Gastauftritt von Wolfang Schäuble bei Maybrit Illner, welche ihn auf Ihre Frage ansprach mit den Worten: “[...] Finden Sie eigentlich, dass holländische Journalisten die schlaueren Fragen stellen?” Was hätten Sie Frau Illner geantwortet, wenn wir “schlau” durch “besser” ersetzen würden?

Warum sollten Holländer bessere oder schlechtere Fragen als deutsche Journalisten stellen? Eine ganz schlechte Frage von Frau Illner. Sie war schlecht vorbereitet. Es sah aus, als wären die Fragen abgesprochen. Frau Illner war nervös, hat die wichtigste Frage ihrer Sendung bis zum Schluss versteckt. Illner hätte meine Frage einblenden können, als Schäuble so tat, als hätte er noch nie davon gehört.

Unfassbar, dass er zur Prime Time im öffentlichen Fernsehen so einfach davon kommt. Frau Illner betreibt Selbstzensur. Hat sie Angst, ihren Job zu verlieren, wenn sie die Politiker mal richtig zur Rede stellt, anstatt höflich zu lächeln im Plauderkränzchenstündchen?

Herr Schäuble antwortet auf die Frage von Frau Illner wie folgt: “Ich habe mir angewöhnt die Qualität von Fragestellungen von Journalisten jedenfalls öffentlich nicht zu beurteilen.” Wie beurteilen Sie die Qualität Ihrer Frage im Vergleich auf die Fragen Ihrer deutschen Kollegen?

Schäuble ist ein alter Fuchs. Und Frau Illner lässt sich kindisch einfach von so einer nichtssagenden Antwort in den Schlaf singen. Die Qualität meiner Frage war ganz normal. Es fiel mir nur auf, dass von 300 Journalisten in der Bundespressekonferenz niemand nach der Personalie Schäuble weitergefragt hat. Den Spendenskandal hat niemand vergessen, aber danach fragen, öffentlich, bei der ‘feierlichen’ Präsentation des neuen Koalitionsvertrag, das hat keiner gemacht. Journalisten sind keine Hofberichterstatter, aber für die parlamentarische Presse in Deutschland ist dieses Thema scheinbar längst abgehakt. Die Bürger sind da anderer Meinung.

Sie schreiben nicht nur für die niederländische Tageszeitung De Telegraaf, sondern auch zum Beispiel für die deutsche Tageszeitung Die Welt, welche Sie am 26. Oktober 2009 im Bezug auf Ihre Fragen interviewt hat. In Ihrem Artikel “Merkel ‘not amused’ na kritische vraag” berichten Sie unverblümt über die Probleme, die unsere jetzige Bundesregierung mit sich bringen kann. Solche Artikel vermisst man größtenteils hierzulande. Gibt es andere Ansprüche, die ein Artikel in Deutschland als in den Niederlanden gewährleisten muss?

Ich glaube nicht. Die deutsche Demokratie ist erwachsen. Die deutsche Pressefreiheit auch. Ich sehe da kaum Unterschiede zu Holland. Nur glaube ich, dass niederländische Journalisten weniger Respekt vor Autoritäten haben. Sie respektieren den Menschen sehr wohl, aber mit Politikern oder Behördenvertreter gehen sie viel härter ins Gericht.

Durch die Veröffentlichung ihrer Frage auf YouTube wurde diese nicht nur einer breiteren Masse für lange Zeit zur Verfügung gestellt, sondern erregte auch eine große Diskussion unter den Menschen, die im Netz schreiben. Wie verändert das Internet die Art der Aufarbeitung mit der vorher getätigten journalistischen Arbeit?

Das Internet ist Ergänzung. Das Internet ist Bürgerjournalismus. Mehr demokratische Kontrolle. Auch Journalisten werden mehr kontrolliert. Müssen mehr Rechenschaft ablegen.

Meinen Sie, dass das Internet zukünftig einen größere Rolle für kritischen Journalismus einnehmen wird, um in Zusammenarbeit mit geschulten Journalisten die Öffentlichkeit zu informieren? Wird dies dazu beitragen, dass wieder mehr recherchierte und objektivere Berichterstattungen in die Öffentlichkeit gelangen und es ein Umdenken in der deutschen Medienlandschaft gibt?

Klar wird das Internet eine grössere Rolle spielen. Und das sollte zusammen mit gut geschulten Journalisten stattfinden. Ich weiss nicht, ob es mehr recherchierte Berichte geben wird. Deutschland hat eine Luxusposition. In den meisten Ländern der Welt ist die Pressefreiheit nicht selbstverständlich. Und die DDR war vor 20 Jahren noch eine knallharte kommunistische Diktatur.

Abschließend die Frage, wie hätte Ihre Frage ihrer Meinung nach wohl in orwellschem Neusprech gelautet?

Haha. Ungut. Gut. Plusgut. Doppelplusgut. Gut, eine Herausforderung:
,,Frau Merkel. Sie wollen ein Ministerium mit einer Person besetzen, die im Bundestag gesagt hat, dass sie einen guten Unternehmer nur einmal traf. Der hat vergessen, dass er noch Geld von der Person bekommen hat. Wie können Sie so einer Person die Finanzen anvertrauen?”
Ich gestehe ein: Ich kann die Frage nicht anders stellen, auch nicht in Newspeak. Ich bin nicht für Zensur geeignet.

Weiterführende Informationen:

Sparkasse 2.0 – Kommunikation par Excellence?

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Sparkassen und ihre Geschäftspraktiken im Informationszeitalter

Plastik ist vielleicht eines der wertvollsten Werkstoffe unserer Zeit aber der wertvollste und wichtigste Werkstoff einer Gesellschaft ist auch heute noch Kommunikation. Der Ausgang zu meinem Artikel “Bye Bye Red!” ist dafür ein vernünftiges Beispiel.

Was bedeutet Kommunikation im Informationszeitalter?

Kommunikation ist durchgängig im Wandel. Menschen verändern nicht nur ihre Worte, sondern auch ihre Kanäle, wie sie ihrem Wort mehr Gehör verschaffen können. Zur Zeit wird vermehrt von Menschen das Internet als Soziales Netzwerk entdeckt, um gemeinsam den persönlichen Anliegen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Wer hier den Anschluss verpasst und diesen neuen Wegen der Auseinandersetzung wenig Beachtung schenkt, kann – wie in den jüngsten Fallbeispielen Jack Wolfskin, Jako & Co. - damit einen großen schwer messbaren Imageschaden erleiden. Wenn jedoch Unternehmen diese Art der Kommunikation als Chance nutzen, sich direkt mit den Anliegen ihrer Kundinnen und Kunden auseinander zu setzen, ensteht ein respektabler und vernünftiger Umgang miteinander.

Marktbezirksleiter Coppenbrügge/Salzhemmendorf entschuldigt sich persönlich

Nach der Veröffentlichung meines gestrigen Artikels “Bye Bye Red!” schickte ich wie gewöhnlich eine kurze Benachrichtung über Twitter an meine dortigen Leser, um sie über das Erscheinen des Artikels zu informieren und erhielt prompt eine ungewöhnlich hohe Resonanz.

Binnen weniger Stunden erhöhte sich die direkte Anzahl der genauen Übernehmer meiner Nachricht auf 117 Stück, wie Rivva momentan anzeigt. Für mich unmessbar ist die Anzahl derjeniger, die eine Nachricht ohne meinen Nickname oder die verwendete Kurz-URL geschrieben haben. Unter den direkten “Retweets” war mehrfach auch ein Bot namens @SparkasseRT der für das Unternehmen anscheinend als Filter dient, um das aktuelle Meinungsbild der Nutzer auf  Twitter zu spiegeln.

Mir war bereits zu dem Zeitpunkt bewusst, dass somit das Unternehmen über meinen Artikel informiert war, erwartete jedoch ehrlich gesagt trotz dieses automatischen Newsgenerators und einen Kommentares von einem angeblichen Mitarbeiter auf meinen Artikel, erstmal keine offizielle Reaktion. Ich sollte mich täuschen.

Gegen 17:00 Uhr erschien heute die betroffene Angestellte und der Marktbezirksleiter Coppenbrügge/Salzhemmendorf der Sparkasse Weserbergland persönlich vor unserer Haustür und entschuldigten sich ausdrücklich und engagiert für die entstandenen Umstände und das ärgerliche Fehlverhalten. Es wäre

ein einmaliger Ausrutscher gewesen, der nicht zu entschuldigen sei.

Ebenfalls unterhielten wir uns ausführlich über die beidseitig unangenehme Situation und wir wurden sehr detalliert aufgeklärt, wie es zu solch einem Fehler kommen konnte. Abschließend erhielt meine Liebste ein angemessenes Entschädigungsangebot für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Ich muss zugeben, ich bin beeindruckt.

Sparkasse gewappnetes Vorbild 2.0 für andere Unternehmen?

Ein “Verbund” mit ca. 251.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schafft es in weniger als 24 Stunden die betroffenen Personen – die ich absichtlich nicht namentlich erwähnen wollte – zu recherchieren, die regional zuständigen Personen über den Sachverhalt aufzuklären und darauf persönlich mit den Betroffenen zu sprechen und die Situation für den Kunden ausgesprochen zufriedenstellend zu klären.

Davor ziehe ich meinen Hut. Direkte und schnelle Intervention mit Kundinnen und Kunden, die ihre Probleme “einfach mal so” ins Internet stellen.

Wenn auch andere Firmen, Unternehmen oder Organisationen diese Möglichkeit der Interaktion für sich entdecken, würde dies nicht nur die positive Kommunikation mit den betroffenen Personen fördern, sondern auch ein bessere Kundenpolitik “auf Augenhöhe” realisieren.

Denn eins hat die Kommunikation “der einfachen Leute” im Internet geschaffen:

  • Schnelle und große Reichweite.
  • Durchgängige und nachträgliche Präsenz.
  • Transparenz und recherchierbare Objektivität.

Mein Fazit zu diesem Fallbeispiel gelungener Firmenpolitik im Internet ist eine vorbildliche, wenn auch nun wohl für alle betroffenen Personen späte Handlung, die so nicht hätte passieren müssen.

Zur erwähnten Transparenz und Reichweite ist noch zu erwähnen, dass hoffentlich zur lobenswerten Kundenkommunikation der Sparkasse Weserbergland, auch eine couragierte Mitarbeiterkommunikation gehört.

Denn letztendlich sind nun die abschließend betroffenen Personen die Mitarbeiterin der Filiale und ihr MBL, die beide ihren Sachverhalt dargelegt und sich bei uns eindeutig entschuldigt haben.

Hoffen wir, dass diese einmalige Lappalie keine weiteren Konsequenzen für beide Parteien mit sich bringt und dieser Artikel genauso viel Anklang findet, wie der vorherige.

Denn nur dann ist ein fairer Umgang miteinander gewährleistet.

Ich habe Neurodermitis…

…ganz schwach, nichts, womit man nicht leben könnte.

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Foto: Neurodermitis bei einem Kleinkind. -GNU

Regividerm: Schlechter Journalismus fördert Wunderheiler

Verniedlicht gebe ich seit Kindheit an dieser Krankheit den Beinamen “Sonnenallergie”, auch wenn es mit der eigentlichen Lichtallergie nichts zu tun hat. Die nervtötenden atopischen Ekzeme brechen bei mir halt in der Regel einmal Anfang Sommer aus, also wenn die “Sonne kommt” und einmal gegen Ende des Sommers. Außerdem konnte sich mein Kinderarzt auch nie erklären, warum -wenn es doch “Neurodermitis” ist- es bei mir immer in den Ellenbeugen auftaucht.

Dies bedeutete bis vor cirka zwei Jahren für mich einmal im Jahr für ca. drei bis vier Wochen schlaflose Nächte, ständiges Kratzen und Salben mit Kortison, ohne Kortison, Duschgel mit besonderer Hautverträglichkeit, auch mal ph-neutral und manchmal als Kind halt auch ein schlafförderndes Präparat.

Nun, in den letzten zwei Jahren hat sich nicht viel geändert. Ich habe immer noch mehrere schlaflose Nächte im Jahr, ich kratze mich in der Nacht wenn ich schlafe und wenn es ganz schlimm wird, auch am Tag, denn die netten Hinweise “sich zusammenreißen zu müssen“, bringen dann auch nichts mehr. Ich fühle mich dann wie Balu aus dem Dschungelbuch, der einfach eine Genugtuung verspürt, sich an einer Palme mal ordentlich den Rücken kratzen zu müssen.

Verändert hat sich nur mein von meiner fürsorglichen Mutter mir indoktriniertes Verhalten, sich jedes Jahr von irgendeinem Arzt anhören zulassen, dass mir entweder irgendein Apotheker ein weiteres Medikament zusammenschmieren muss oder es ein neues Präparat gibt, welches wunderbar hilft. Vor einem Jahr war ich nochmal aus reiner Neugier bei einer Hautärztin, die mit mir allergische Tests durchgeführt hat, um festzustellen, dass ich anscheinend nur gegen die mir verpassten Klebstoffe des Pflasters allergisch war aber nicht gegen die unterschiedlichen Teststoffe.

Das von ihr verabreichte Mittel gegen meine alljährliche Schlangenhaut? “Diese neue Kortison-Creme. Die hilft wunderbar.

Ich nehme keine Cremes, Lotions und Wundermittel gegen Neurodermitis mehr. Ich kratze mich dafür manchmal. Ausgiebig. Ich kühle die Gelenke, schmiere sie normal ein, mit einer normalen für meine Haut verträglichen Hautcreme und warte. Es geht wieder vorbei. Das weiss ich. Aber ich weiss auch, dass es wieder kommt. Und das nervt mich. Und wie muss es erst Menschen gehen, die durchgängig überall und nicht nur in den Gelenken damit zu kämpfen haben?

Wie schön wäre da ein Mittel, welches endlich diese Qual nehmen könnte?

Am Montag, den 19. Oktober 2009 um 21.00 Uhr im Ersten, strahlte da das WDR einen Lichtblick aus mit dem Beitrag: Heilung unerwünscht / Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern! (hier noch in der Mediathek zu sehen)

Ich habe es leider an dem Tag nicht sofort gesehen, sonst hätte ich wohl meiner neugewonnenen Prinzipien zum Trotz gleich recherchiert und alles dafür getan, um an dieses Mittel zu kommen, schließlich wurde dieser Beitrag von den öffentlich-rechtlichen Medien recherchiert, produziert und ausgestrahlt. Der muss einfach stimmen!

Ich erfuhr aber erst gestern über einen Tweet auf Twitter darüber der so ungefähr lautete:

“Lol, die Pharma verhindert ein Medikament gegen Neurodermitis was heilt. Warum wohl.. Heilen bringt kein Geld: http://bit.ly/CqEyg

Der Artikel beinhaltet die Rückschau über den Film von Klaus Martens mit dem Hinweis, dass die Ausstrahlung “enorme Resonanz ausgelöst” hat und man daher nun Informationen für die Zuschauer präsentiert, wie zum Beispiel:

“”Was ist das für ein Medikament, woraus besteht es?

Der Wirkstoff ist ein völlig harmloses, aber sehr wirksames Vitamin mit der Bezeichnung B12 oder Cyanocobalamin, harmlos deshalb, weil praktisch keine Gefahr einer Überdosierung besteht, was bei anderen Vitaminen nicht immer so ist. Die eigentliche Funktion im Falle der Hautkrankheiten ist die: B12 ist ein Stickstoffmonoxyd-Fänger, und Stickoxyde sind für die Hautveränderungen bei Neurodermitis und Psoriasis verantwortlich.”" Quelle: daserste.de

oder

“”Hilft das auch wirklich?

Die klinischen Studien haben es glänzend absolviert. Und auch die Erfahrungen der Patienten, die während der Recherchen des Autors mit der Creme behandelt worden sind, waren außerordentlich positiv. In den USA ist es mit großem Erfolg an Kindern gestestet worden.

Ob es bei wirklich allen Patienten hilft, weiß man natürlich nie. Aber: anders als Kortison und andere Immunsuppressiva hat es keinerlei Nebenwirkungen (es sei denn, man ist gegen Avocadoöl allergisch)”" Quelle: daserste.de

Wahnsinnige Lobesbekundungen, und endlich ein Name: Regividerm

Regividerm. REGIVIDERM. An meine letzten zwei Jahre ohne Cremes, Lotions, Tipps und Tricks war nicht mehr zu denken, sondern ich wollte mehr über Regividerm wissen. Auch sueddeutsche.de “Es ist schon ein Hammer!” berichtet und SpOn.de “Verschmähte Neurodermitis-Creme kommt auf den Markt“  ist auch ganz vorne mit dabei.

Den Tweet las ich gestern. Heute finde ich in meinem Feedreader den letzten Artikel von Thomas Knüwer, der in seinem Handelsblatt-Blog schreibt: “Warum Blog-Lesen lohnt.” Regividerm gehe mit der Behauptung spazieren, die Pharmaindustrie wolle die Kranken nicht heilen. Er verweist auf das Blog “Stationäre Aufnahme” welches auch mehr über Regividerm wissen mag.

Die “Stationäre Aufnahme” verweist auf eine Pressemitteilung vom Deutschen Neurodermitis Bund e.V. - von dem ich vorher noch nie etwas gehört habe – die ganz klar zum Ausdruck bringen:

Es ist eine Schande und blanker Zynismus, dass die PR-Einführung eines normalen Hautpflege-Produktes sich der Pharmaschelte als Aufhänger für eigene Geschäfte bedient. – Thomas Schwennesen, 1. Vorsitzender des DNB e.V.

Irgendwie gelange ich über Umwege noch auf EsoWatch.com, welche sich auf die Fahne schreiben, “Kritisch rund um Esoterik” zu sein und über die wiederholte Schleichwerbung für rosa Wundermittel bei der ARD berichten und meine Hoffnung ist dahin.

Weiter kratzen, weiter schlaflose Nächte, weiter ohne Heilung. Ich hatte mich ja zum Glück gerade erst daran gewöhnt, doch was ist mit den Leuten, die die “enorme Resonanz” bei den Öffentlich-Rechtlichen ausgelöst haben, die mehr darunter leiden als ich mit meinen Gelenken? Erwachsene, die sich nicht im Schwimmbad zeigen möchten, weil der Körper überseht ist mit schuppiger Haut? Was ist mit den Kindern, welche weinen, weil der Juckreiz so stark geworden ist und wo die Eltern nur das Beste für ihre Kleinen wollen?

Sie werden es kaufen in der Hoffnung, dass es hilft und verhindern so vielleicht die Chance auf wirkliche Hilfe und Linderung.

Denn auch wenn ich mich angeblich damit abgefunden habe, kann ich nicht beurteilen ob es wirklich ein Mittel gibt, welches nicht nur lindert sondern verhindert. Ich würde es mir wünschen aber augenscheinlich scheint es dieses Mittel nicht zu sein.

Es gibt also wieder ein Mittel mehr, welches Beschwerden lindert und nicht entfernt, diesmal jedoch gefördert durch das öffentlich-rechtliche Fernsehen als Wundermittel. Der eigentliche Skandal ist also nicht, dass die Entwickler von Regividerm die Keule mit der bösen Pharmalobby schwingen, sondern dass die Recherche um die Berichterstattung versagt hat. Dass angebliche repräsentative wissenschaftliche Studien bewiesen haben, dass dieses Produkt wirklich “jedem” mit Neurodermitis helfen kann und diese Falschinformationen im Fernsehen propagiert werden.

Es wird Menschen geben die es kaufen und dass kann ich nach der nun gesehenen Berichterstattung gut nachvollziehen, doch wer klärt sie vorher auf, dass es Fehlinformationen waren? Dass es nur eine rosa Creme ist? Und warum sollten sie es nun noch glauben.

Der Versuch kostet ja nichts. Zumindest nicht mehr als die anderen, in meinen Augen weitestgehend nutzlosen Mittel auch.

Ich werde Regividerm nicht ausprobieren. Ich glaube nicht an Wundermittel. Ich hoffe nur.

Ich hoffe nur, dass ich mich nun wirklich damit abgefunden habe wie Balu der Bär und einfach mit der Krankheit lebe die bei mir zum Glück weniger schlimm ist:

Pfoten verbrannt…

pfoten

Da hat sich wohl einer die Tatzen Pfoten verbrannt

Zuerst wollte ich nicht wirklich irgendwas über den Abmahnwahn von Jack Wolfskin gegenüber den Hobby-Bastlern von dawanda schreiben, doch nach dem letzten Artikel auf Werbeblogger und den Artikel von wirres dachte ich mir, ich sollte doch wenigstens weitere Leute darauf hinweisen.

Ebenfalls finde ich es eine nette Idee, dass Dawanda-Nutzer jetzt speziell für die betroffenen Personen Ware anbieten. Einfach mal auf Dawanda nach Abmahnwahn suchen.

Weitere Artikel für diejenigen, die die Debatte verpasst haben:

Und warum ich gerade dieses Video von sich streichelnden Hausschuhen einbinde?

Mir gefiel die Assoziierung, dass Affen von Wolf-Tatzen gestreichelt werden irgendwie…

Ich war es nicht!

Ichwaresnicht

Du hast gewählt?

Aber nicht CDU oder FDP angekreuzt? Gut gemacht!

Dich trifft keine Schuld an Schwarz/Gelb.

Zwar mag der ein oder andere behaupten, ich hätte indirekt ja doch schuld am Bundestagswahlergebnis 2009. Denjenigen sei an dieser Stelle gesagt, dass die größte Schuld bei der jetzt größten Oppositionspartei liegt. Hätte die SPD gekämpft, wäre die SPD angeeckt, könnte man heute behaupten die SPD hätte eine klare Linie als sozialer Koalitionspartner gezogen, würden wir heute nicht bereits den Sündenbock für die kommenden vier Jahre suchen. Hoffen wir auf eine starke Opposition, die sich gemeinsam für die nächste Wahl rüstet, die gemeinsam an Inhalten arbeitet und diese n.S/G. eine gemeinsame moderne und zukunftsweisende Politik für mehr als nur 1/3 der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger beginnen.

Ebenfalls hoffe ich auf eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der angeblichen Bürgerrechtspartei FDP, wie sie Lars bereits angedeutet hat. Denn in den kommenden vier Jahren wird sich zeigen ob die Piraten in der FDP wirklich besser aufgehoben wären, wie es unsere lokale Pseudo-Liberale Tigges-Friedrich auf der Wahlkampfveranstaltung in der Dewezet angedeutet hat. Wird die FDP nur einen einzigen Punkt des 23-Punkte-Plans unseres Innenministers Schäuble billigen, zustimmen oder tollerieren, macht sich die FDP in Fragen der Bürgerrechte nicht unbedingt für die oberen 10.000 unwählbar aber in Zeiten der Piratenpartei in einem ihrer historisch wichtigsten Standpunkte für den Gros der Wählerschicht absolut verzichtbar.

Mehr Informationen unter: http://ichwaresnicht.de

Umsetzung, Realisierung und Dank an: Lars Reineke & Benjamin Klein

Andersrum denken…

…dann wird ein Schmu draus!

wahlomat

Manche lieben Ihn, andere lehnen Ihn vollends ab: Den Wahl-O-Maten

Ich benutze Ihn ganz gerne um mir die verschiedenen Antworten und Meinungen der Partei zu den einzelnen Punkten anzuhören und mehr Hintergrundwissen über die Parteien zu erhalten. Doch heute kam ich auf die glorreiche Idee doch mal andersrum zu denken, also genau dass auszuwählen, was ich überhaupt nicht denke und mir dann größtenteils Parteien anzuschauen, die ich überhaupt nicht bevorzuge und wählen würde, um diese mit der am meisten bevorzugten Partei zu vergleichen. Da die Auswahl beim Wahlomaten ja auf gleichzeitig acht Parteien begrenzt ist, hab ich mich also auf NPD, CDU/CSU, REP, DVU, BüSo, RRP, PBC und Piratenpartei festgelegt mit oben abgebildeten Ergebnis.

Man mag jetzt falsche Schlüsse aus der Übereinstimmung – oder in meinem Fall Ablehnung – mit den genannten Parteien ziehen, wäre da nicht der nette Hinweis:

Hinweis: Eine ähnlich hohe Übereinstimmung zwischen Ihren Antworten und den Antworten mehrerer Parteien bedeutet nicht zwangsläufig eine inhaltliche Nähe der Parteien zueinander.

Man gut, dass die Damen und Herren aus der Bundeszentrale für politische Bildung mich darauf hingewiesen haben:

Und dann erleben wir dann plötzlich, dass wir am Wahlabend aufwachen und da ist ein riesen Fehler passiert.” – Jürgen Rüttgers

Des Journalistens Bärte

Bärte, ein wichtiges Attribut

Am Freitag, den 14. August 2009 erschien in meiner regionalen Presse – der DeWeZet- ein Artikel mit dem Titel: ”Die Piraten geraten in schwere See“, der inhaltlich das fragwürdige Wortspiel im Titel nicht halten konnte und daher Online unter unterschiedlichen Titeln auftauchte.

Der Artikel von Michael Grüter, der stellvertretende Leiter der Berliner Redaktion der “HAZ” ist, verkaufte diesen Artikel an mehrere lokale Tageszeitungen (zum Beispiel Dewezet, SN, NP, etc.), die ihn lediglich stellenweise gekürzt hatten, jedoch mit den entscheidenden Fehlern weiterverbreiteten.

Der gröbster Fehler beruht auf diesen fragwürdigen Song:

Um den Leserinnen und Lesern unserer lokalen Zeitung den Fehler aufzuzeigen, verfasste ich den folgenden Leserbrief, jedoch meldete ich den Fehler im BILDBlog um dort und nun auch hier eine Art kleine Sicherheit auf Veröffentlichung zu haben:

Des Journalisten Bärte

Zeitungen liefern meinungsschaffende und meinungsbildende Kommentare und Berichte, die den Bürgerinnen und Bürgern Sachverhalte und Eindrücke vermitteln sollen und können, um sich ein besseres Bild der Nachricht zu vermitteln.
Doch wie ist es um die Werte der Journalisten bestellt, wenn Sie einen nicht als Kommentar gekennzeichneten Beitrag über eine neue politische Partei schreiben und veröffentlichen lassen, die in kein bisheriges Links/Rechts Schema so richtig passen mag?
Am 14. August 2009 schrieb Michael M. Grüter, der stellvertretende Leiter der Berliner Redaktion der “HAZ” im Artikel “Die Piraten geraten in schwere See”, der in vielen Zeitungen (Dewezet, HAZ, SN, etc.) erschienen ist, zum Beispiel über die Sängerin Lena Simon, die ein Lied über die Piratenpartei verfasst hat,
dass ihr das Attribut der freiheitlichen, gleichheitlichen und demokratischen Werte fehlen würde. Dies mag vielleicht aus den Zusammenhang gerissen sein und daran liegen, dass der Autor “Bärte” anstelle von “Werte” versteht, eine kurze Recherche über die angebliche Internetpartei im von ihm erwähnten Medium Internet hätte jedoch nicht nur seine Fehldeutung wie seinen grammatikalischen Faux Pas aufgedeckt. Es hätte ihm auch das empfehlenswerte objektive Verständnis eines Journalisten zur neuen Kleinpartei, zum Lied und zu den besungenen Attributen der rechtschaffenden Werte vermittelt.

Denn dass es sich bei der Piratenpartei genauso wenig um eine “Internetpartei” handelt, wie bei der CDU um eine “Kirchenpartei”, versteht sich schon dadurch, dass das Internet ein facettenreicher Spiegel der Gesellschaft ist und sich schwer in eine Partei mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen pressen lässt.

Auch die Betitelung der “jungen Leute”, die sich als “Aktivisten” in der Partei engagieren, wird denjenigen Mitgliedern nicht gerecht, die sich altersbedingt an das genannte Attribut nur schwer anpassen könnten.
Doch wer einen Artikel mit Zahlen, Zitaten und Zierwörtern füllt, dem fällt es nicht schwer, dies noch mit dem Argwohn und den angeblichen Konkurrenzgedanken von etablierten Parteien (SPD / GRÜNE) zu verfeinern, dabei jedoch die eigentlich aktuell am stärksten betroffene freiheitlich-liberale Partei zu benennen.
Schwarz-Weiß-Malerei sind also anscheinend nicht nur die angeblichen Werte der Piratenpartei,sondern lässt sich dies auch von erwähnten Journalisten der HAZ behaupten, gespickt mit politicher Schwarz-Gelb-Träumerei.

Die Veröffentlichung steht noch aus.

Nachtrag: BILDBlog berichtet über eine Editierung die wohl durch die vielen Kommentare erfolgte. Nach dieser ersten Veränderung wurde zuerst Simons unterstellt, Sie hätte keine Werte, nun nach einer zweiten Editierung wurde der Satz gänzlich gestrichen ohne jeglichen Hinweis. So funktioniert Journalismus im rechtsfreien Raum. Zum Glück schneide ich manchmal noch Zeitungsartikel aus.

Auf Immerwiedersehen*, SPD!

Zeiten ändern sich, auch wenn erst in 20 Jahren.

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*In (starker) Anlehnung an Johnny Haeuslers “Auf Nimmerwiedersehen, SPD!“:

Das war’s dann wohl für die nächsten Jahrzehnte mit der SPD und mir. Von der CDU erwarte ich nichts, so lange ich denken kann erregt das Weltbild dieser Partei bei mir nur Übelkeit, aber was sich die SPD in den letzten Jahren geleistet hat und besonders, was nun im halbherzigen, feigen und vor allem völlig nutzlosen Verhandlungsgefasel hinsichtlich der Internetsperren zu sehen war und zur Durchführung am gestrigen Tage führte, bringt das Fass zum Überlaufen.

Wer die bisher erfolgreichste Online-Petition mit über 130.000 Stimmen sowie Hinweise aus den eigenen Reihen und Experten-Meinungen aller Art ignoriert, der kann sich übrigens auch weitere Gespräche in die Haare schmieren. Diesen lächerlichen Image- und Strategie-Quark mache ich nicht mehr mit.

Wer vor Printmedien den Kopf einzieht, junge Parteimitglieder wie Björn Böhning nicht anhört, wer auf einen Online-Wahlkampf in Obama-Manier setzt und seinem Online-Beirat keine Beachtung schenkt, nicht das Potential der besser informierten Gesellschaft sieht, macht sich für mich aus den in meinem Offenen Brief an die SPD-Bundestagsfraktion genannten Gründen unwählbar und lässt mich zu dem Schluß kommen, anderweitig mehr Veränderung hervorbringen zu können.

Doch wenn in einigen Jahrzehnten die “Piraten in der SPD” und somit die jüngere Generation im Alter der jetzigen Führungsriege ist, vielleicht wird dann die SPD wieder für mich als dann nicht mehr jungen Menschen wählbar sein. Nur frage ich mich, was noch übrig sein wird und ob man den nachfolgenden Generationen gerecht werden kann.

Besinnt euch auf Eure Werte, redet und hört auf die Bevölkerung und macht Politik, keinen in der heutigen Zeit zum scheitern verurteilten Wahlkampfpopulismus.

  • Dank möchte ich der offline sogenannten Internet-Community aussprechen, die sich immer mehr zu einer internationalen Gemeinschaft formiert, die kritisch interagiert und hinterfragt, Politik in Ihrem Grundverständnis lebt und gestaltet und sofort hilft und behilflich ist.
  • Speziellen Dank möchte ich an Lars Reineke richten, der mir geholfen hat meinen Offenen Brief selbstkritisch zu hinterfragen und ihn unseres Erachtens strukturiert zu formulieren.

Wichtig zu sagen ist, daß mit solchen Aussagen Transparenz geschaffen wird. Wenn jemand hinter einem steht und hilft, sowie unterstützt, gehören sie genannt und benannt. Quellen und Angaben sind heutzutage wichtiger denn je, denn es gibt immer jemanden, der hinterfragt und nicht Ruhe gibt, bis er die Antwort kennt und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.

Heute Abend geht mein SPD-Parteibuch, zusammen mit einer kleinen Internetausdruck-Mappe, zurück an den Absender.

Danke für all eure Unterstützung & Kritik!

Weitere öffentliche Austritte:

MissbrauchsOpfer Gegen Internetsperren.

Missbrauchsopfer gegen ZensUrsula von der Lying

Der Verein “MissbrauchsOpfer gegen Internetsperren” (MOGIS) kämpft bisher fast unbekannt in den weiten des Internets.

Es wird überall heiß diskutiert und debattiert aber mit Opfern wird nicht gesprochen und kaum ein Opfer meldet sich zu Wort.Das oben gezeigte Video lief im ARD-Nachtmagazin und verzeichnet bisher gerade mal ca. 150 Besucher auf YouTube.

Dieses ständige Behaupten der Aussage: “Datenschutz ist Täterschutz” ist für Uns nicht länger ertragbar. Denn für uns, als Missbrauchsbetroffene ist Datenschutz vor allem eines, nämlich Opferschutz! -mogis.wordpress.com

Christian Bahls, Gründer von MOGIS und selbst Missbrauchsopfer geht in den bisherigen Gesprächen um die Zensur von kinderpornographischen Internetseiten unter und verfügt bisher nicht über ausreichend Aufmerksamkeit, die Ziele die MOGIS vertritt durchzusetzen.

Seine Texte im MOGIS-Blog, die Informationen bei Twitter (@MogisVerein) und vor allem die Ansätze und Ideen die er für einen besseren Umsetzung von Opferschutz präsentiert müssen mehr Aufmerksamkeit erhalten als bisher!

Ich habe auf der Seite “ZensUrsula von der Lying” geschrieben, dass reale Taten folgen müssen, um den Opfern unvorstellbarer Zumutungen und Qualen zu helfen, jedoch auch die Meinungs- und Informationsfreiheit nicht zu gefährden.

Wir müssen alle gemeinsam, die über die Möglichkeiten verfügen Opfer zu unterstützen, zeigen, dass wir die Bundesregierung unterstützen mit allen verfügbaren Mitteln, den Missbrauch von Menschen und speziell Kindern ein Ende zu bereiten!

Wir dürfen jedoch nicht hinnehmen, dass übereifrige Rund-um-Keulenschläge von verblendeten Politikern und Politikerinnen unsere elementaren Grundgesätze so in Gefahr bringen. Die in den Gesetzesentwurf zu Kinderporno-Sperren enthaltenen Grundlagen sind für eine Parlamentarische Demokratie untragbar.

Mit diesem Beitrag möchte ich MOGIS und speziell und bisher noch unbekannterweise Christian Bahls meine vollste Unterstützung zusichern, Ihn bei der Umsetzung und Erreichung der Ziele die MOGIS vertritt zu helfen,  diese bekannter zu machen und hier auch ein Zeichen zu setzen, dass Nutzer des Internets auch ohne Sperren – und gerade weil sie keine Sperre wollen – bereit sind, Opfern zu helfen.

Wichtige und lesenswerte Beiträge von MOGIS:

Der Tag, an dem…

Es sah so aus:

[In Anlehnung an Uarrr!s: "Der Tag, an dem ich von Spreeblick verlinkt wurde."]

Nein ehrlich, dass erfüllt mich ja mit Stolz. Ich fragte ob man an der Spree bereit sei für Seppuku und es folgte halt dieser wundervolle, wenn auch relativ spät und nicht in den regulären Geschäftszeiten liegender 52 Zeilen lange Tweet.

Frage ist nun, was eher an einem Wunder gleicht. Der Link aus dem betreffenden Blog wie -wenn auch evtl. ironisch- bei uarrr.org freudig erwähnt, der relativ gesehen natürlich wertvoller ist für Blog & Blogger oder die direkte Kommunikation mit dem A-Blogger an sich? Blogger verlinken bekanntlich ja gerne auf Quellen und oder auf passende Themenbereiche aber vernachlässigen nach Ansicht einiger Kollegen dass Antworten bei Twitter oder anderen Kommunikationsportalen:

Ja und was stimmt nun?

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