2012

Neue Katastrophenfilmzeitrechnung “nach Emmerich”

Ich habe heute Nacht eine Fortsetzung von 2012, den neuen Weltuntergangsfilm von Roland Emmerich, erträumt. Ich war begeistert.

Es ist selten, dass ich von Filmen träume (um genau zu sein sogar sehr selten, da ich überhaupt in der Nacht fast nie von Träumen überrascht werde), doch der gestrige Kinobesuch hat mich anscheinend seit langer Zeit mal wieder richtig mitgerissen.

Alles was ich vorher vom Film wusste war:

  • Es ist ein Emmerich.
  • Es ist ein Untergangs-Emmerich.
  • Untergangs-Emmeriche haben ein Happy-End.
  • Batzmans Meinung bei den Fünf Filmfreunden.
  • Renés Meinung auf Nerdcore.

Batzman meint, der Film sei ein völlig überdrehtes “Best-of Desaster-Movie” ohne ernsthaftes Drama, der sich jede politische, sozialkritische aber auch religiöse Propaganda verkneift.

Stimmt.

René findet im Gegensatz zu Batzman den Film für einen typischen Emmerich und damit eher so mittel, aber mit der besten Szene in einem Katastrophenfilm der Filmgeschichte.

Stimmt.

Ich bin ein Filmfehlerfinder. Ich zerreisse leidenschaftlich gerne Filme, die Andere schön finden. Gestern hatte ich keine Lust. Zwei Freunde und meine bessere Hälfte lobten mich während der Überlängenpause, dass ich ruhig geblieben wäre, worauf ich antwortete, dass mir nichts aufgefallen wäre. Ich hab mich gehen lassen. Ich bin im Film versunken. Ich hab gelächelt als LA verschwindet und ich musste während der Vatikanszene mir ein Lachen verkneifen. Ich war begeistert. Natürlich ging mir der Schnulz auf den Wecker und bei zwei groben Fahrlässigkeiten musste ich mir auch auf die Zunge beissen (Countdownszene hat wieder mal einen Zeitsprung von 6 auf 15 Minuten und weltweiter Kommunikationszusammenbruch ermöglicht trotzdem Gespräche mit einem Otto-Normal-Handy aus der Hardcore-Ummantelung des Schiffes in China bis auf einen Berg nach Indien) aber der Rest war mir schlichtweg egal. Ich hab mir keine Gedanken um Physik, Geologie, Tankfüllung, Realisierbarkeit und Zufälligkeiten gemacht.

Endlich waren mal nicht wir Menschen daran beteiligt oder Aliens schuldig und endlich waren mal keine großartig inszenierten Tränendrüsenszenen dabei, da die Versuche diese mit Mutter/Vater/Sohn/Tochter-Spielereien einzubringen, einfach schlecht umgesetzt waren.

Einfach mal den Weltuntergang genießen, danke Emmerich

Update:
Achso, meine geträumte Fortsetzung war eine Mischung aus “Waterworld” und “1492 – Die Eroberung des Paradieses”, die eine gewisse Endzeitstimmung vermittelte.. Wunderschön…

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